Tips für aüssflüge
Denkmalobjekte Südböhmens

Staatsschloss Červená LhotaStaatsschloss Červená Lhota
www.zamek-cervenalhota.eu

Der touristische Anziehungspunkt, der seinen Namen der roten Fassade verdankt (auf deutsch heißt das Schloß etwa "Rote Freiheit") steht auf einer Insel inmitten eines künstlich angelegten Sees. Um die Mitte des 19. Jahrhunderts wurde das äußere Aussehen des Schlosses im neogotischen Stil abgeändert; am Anfang des 20. Jahrhunderts sind diese Stilelemente während des Renaissanceumbaus wieder beseitigt worden. Die mit wertvollen künstlerischen Sammlungen und Möbeln ausgestatteten Schloß-Interieurs blieben bis heute erhalten. Die Aufmerksamkeit verdient insbesondere das Herrenkabinett, der barocke Speisesaal mit seiner üppigen Stukkatur sowie der im Stil des zweiten Rokoko gestaltete Französische Salon.

Staatsschloss und-burg Český Krumlov                                                 Staatsschloss und -burg Český Krumlov www.zamek-ceskykrumlov.eu

Die staatliche Burg und das Schloß Český Krumlov (Böhmisch Krumau/ Krumau) gehört, durch architektonisches Niveau, kulturelle Tradition und Ausmaße zu den bedeutendsten Baudenkmälern Mitteleuropas. In der Grundrißdisposition, Materialzusammensetzung, Interieurinstallation und in architektonischen Details blieb die Bauentwicklung vom 14. bis zum 19. Jahrhundert erhalten.                                                                                                                                                         Die Hochschätzung dieses Ortes durch inländische und ausländische Experten führte allmählich zur Aufnahme in die höchste Stufe des Denkmalschutzes. Im Jahre 1963 wurde die Stadt zum Stadtdenkmalschutzgebiet erklärt, im Jahre 1989 wurde das Schloßareal zum nationalen Kulturdenkmal erklärt und im Jahre 1992 wurde der ganze historische Komplex ins Verzeichnis der Denkmäler des Kultur- und Naturwelterbes der UNESCO aufgenommen.


Staatsschloss Dačice  Staatsschloss Dačice www. zamek-dacice.eu

Das Schloßgebäude gewann sein heutiges, vom Empire geprägtes Aussehen vor zweihundert Jahren durch einen Umbau der Schloß-Stirnfront nach einem Entwurf des Wiener Architekten Riedl. In unserer Zeit können sich die Schloßbesucher mit den Sammlungen des Naturwissenschaftlers Bedřich Dalberg vertraut machen und die 17 000 Bände zählende Jugendstil-Bibliothek besichtigen. Einen Bestandteil des Schlosses bildet ein ausgedehnter Englischer Garten.

Staatsschloss Hluboká nad VltavouStaatsschloss Hluboká nad Vltavou
www.zamek-hluboka.eu

Das Schloss Hluboká wurde in der Mitte des 13. Jahrhunderts von den böhmischen Königen ursprünglich als eine Wachburg gegründet und als Königsbesitz oft verpfändet. Im Laufe der Zeit befand er sich im Besitz einiger Adelsgeschlechter. Von Bedeutung war beispielsweise die Familie Pernštejn, die 1490 den nahen, von der Fläche her zweitgrößten böhmischen Teich Bezdrev anlegte. Das bedeutende Adelsgeschlecht der Herren von Neuhaus kaufte die Herrschaft Frauenberg / Hluboká im Jahr 1561. Zwei Jahre später ließen die neuen Eigentümer die ursprüngliche gotische Burg zu einem Renaissance-Schloss umbauen. Im ausgehenden 16. Jahrhundert gelangte die Herrschaft in den Besitz der Familie Malovec von Malovice, diese verlor aber wegen ihrer protestantischen Konfession im Jahr 1619 ihren gesamten Besitz und vier Jahre später erhielt der spanische General Don Baltazar de Marradas die Herrschaft vom Kaiser Ferdinand II. von Habsburg als Kriegskostenentschädigung.                                                                                      Dann kaufte Johann Adolf I. Schwarzenberg seinem Neffen Hluboká im Jahr 1661 ab. Die Schwarzenberger hielten sich in Hluboká bis Ende 1939 auf, als der letzte Eigentümer Dr. Adolf von Schwarzenberg vor den Nazis nach Übersee emigrierte. Ihren Besitz verlor die Familie endgültig auf Grund des Sondergesetzes Lex Schwarzenberg im Jahr 1947. Dank der ausgezeichneten Verwaltung ihres Besitzes und dank der umfangreichen Wirtschaftsaktivitäten konnten die Schwarzenberger das Frauenberger Schloss zweimal umbauen, zunächst am Anfang des 18. Jahrhunderts im Barockstil, später (in den Jahren 1840-1871) wurde dann eine umfassende Rekonstruktion des Schlosses im romantischen Stil der Neugotik vorgenommen, einschließlich der Umgestaltung der Parkanlage und der umliegenden Landschaft. Der Umbau wurde von den England-Reisen des damaligen Besitzers, des Fürsten Johann Adolf II. von Schwarzenberg und seiner Gattin Fürstin Eleonore, einer geborenen Prinzessin von Liechtenstein, beeinflusst. Das wichtigste Vorbild war das Königsschloss von Windsor. Der Umbau wurde nach Plänen des Wiener Architekten Franz Beer begonnen. Nach dessen Tod wurde seine Arbeit vom Baumeister der Schwarzenberger Damasius Deworetzky fortgesetzt, der die prunkvollen Innenräume entwarf.

Staatsschloss und -burg Jindřichův Hradec     Staatsschloss und -burg Jindřichův Hradec www.zamek-jindrichuvhradec.eu

Das monumentale Gebäudeensemble der Burg- und Schlossanlage von Jindřichův Hradec (deutsch: Neuhaus), 1996 zum Nationalen Kulturdenkmal erklärt, gehört zu den weitläufigsten denkmalgeschützten Komplexen in der Tschechischen Republik. Mit der anliegenden Stadt bildet es ein harmonisches Ganzes, dessen historischer Charakter und einzigartige Bau- und Kunstdenkmäler schon 1950 zum städtischen Denkmalschutzgebiet ernannt wurden.
Der Herrschaftssitz und die Stadt befanden sich im Laufe der sieben Jahrhunderte nacheinander im Besitz von drei führenden Adelsfamilien. Die Herren von Neuhaus, die Slawatas und die Tschernins von Chudenitz prägten durch ihre hohe politische und gesellschaftliche Stellung erheblich das Schicksal des Landes. Das hohe kulturelle Niveau spiegelt sich auch im Äußeren der Burg- und Schlossanlage in Jindřichův Hradec, die in ihrer Monumentalität durchaus mit der eindrucksvollsten europäischen Architektur vergleichbar ist.
In den Jahren 1976 - 1993 wurde die Anlage von Grund auf renoviert und schrittweise der Öffentlichkeit ganz zugänglich gemacht. Die Besucher können aus drei Besichtigungsrundgängen wählen, die nach den einzelnen Bauetappen eingeteilt sind. Die Räumlichkeiten werden häufig durch Theatervorführungen, Konzerte und weitere Veranstaltungen belebt, und so stellt die Burg- und Schlossanlage auch in der Gegenwart ein bedeutendes kulturell-gesellschaftliches Zentrum dar.

Staatsschloss KratochvíleStaatsschloss Kratochvíle
www.zamek-kratochvile.eu

An der Stelle des heutigen Schlosses stand ursprünglich ein Wirtchaftshof namens Leptáč, den im Jahre 1569 Vilém von Rožmberk dem Verwalter des dortigen Dominiums und bekannten Erbauer der südbömischen Teiche Jakub Krčín  von Jelčany widmete. Krčín errichtete dort einen neuen Hof, um den herum er ein ausgedehntes Jagdgehege anlegen ließ. Der derart anmutig gelegene Hof gefiel dem Beherrscher von Rožmberk dermaßen, daß er ihn im Jahre 1579 mit Krčín gegen das Städtchen Sedlčany samt zehn Dörfern eintauschte. Im Jahre 1583 betraute Vilém von Rožmberk den italienischen Baumeister Baldassare Maggi aus Arogno, für ihn nach dem Vorbild italienischer Villen in der Nachbarschaft von Leptáč ein neues Jagdschloß zu erbauen.
Der erfahrene Baumeister bewies beim Projekt und Bau des Jagdschlosses seine Fähigkeit zur Bewältigung einer Aufgabe, die einem Architekten des Cinquecento in Mitteleuropa nur ausnahmsweise aufgegeben wurde: es galt, das ganzeregelmäßige Areal zu projektieren ond einheitlich zu konzipieren und den Bau in den nach Manier der italienischen Renaissance komponierten Garten einzubeziehen. Maggi bestaltete das Areal als großes Rechteck mit einer auf drei Seiten von isolierten Häusern durchbrochenen Einfriedungsmauer. Er situierte die Villa nich in der Mitte der Disposition, sondern verschob sie in den Vorderteil des Gartens, senkrecht zu der durch den Einganksturm hervorgehobenen Hauptachse. Den Eingangstrakt im Erdgeschoß schloß er auf der westlichen Seite durch ein Gartenhäuschen und auf der östlichen Seite durch eine nicht allzu große Kirche ab. In diesen Grundriß bezog er im symmetrischen Rechteck einen selbständig eingefriedeten Wassergraben ein.

Staatsburg LandštejnStaatsburg Landštejn
www.hrad-landstejn.eu

Die Burg wurde Anfang des 13. Jahrhunderts, wohl von den mährischen Přemysliden als Stützpunkt im Dreiländereck von Böhmen, Mähren und Österreich erbaut. Durch ihr Konzept zweier, durch einen Palast verbundener Türme, stellt sie einen einmaligen Baukomplex seiner Art in Böhmen dar und ist eine der drei erhaltenen romanischen Burgen Tschechiens und eines der bedeutendsten romanischen Baudenkmäler in Mitteleuropa. Der obere Teil des Turmes ist als Aussichtsturm umgestaltet. Von da aus eröffnet sich ein Rundblick auf die tiefen Wälder des Böhmischen Kanada. Die Ausstellung präsentiert die Geschichte der Burg, die lokalen archäologischen Funde sowie mittelalterliche Waffen. Der deutsche Dichter Friedrich von Schiller, der die Handlung seiner „Räuber“ in die umliegenden Wälder setzte, fand einst Gefallen an den gewaltigen Mauern der Burg. In der Sommersaison finden hier die Festspiele von Landštejn statt.

Staatsburg Nové HradyStaatsburg Nové Hrady
www.hrad-novehrady.eu

Die Burg Nové Hrady wurde zum ersten Mal im Jahre 1279 erwähnt, im Prädikat von der Wittigonen, sein Name war Ojíř. Am Anfang des 14. Jahrhunderts ging die Burg in den Besitz der Heren von Landstein. Im Jahre 1358 kauften die Burg die Herren von Rosenberg. Die Herrschaft wurde in die Hussitenkriege verwickelt. Im Jahre 1423 wurde die Stadt Nové Hrady zum ersten Mal ohne Erfolg angegriffen, zum zweiten Mal wurde die Burg und auch die umliegende Stadt erobert und niedergebrannt. Nach dem Tod des letzten Rosenbergers Petr Wok wurde die Herrschaft für eine kurze Zeit Eigentum der Herren von Schwanenberg. Im Jahre 1619 bekam die ganze Herrschaft Nové Hrady noch mit Herrschaften Rosenberg und Libejovice Karl Bonaventura Buquoy als Entschädigung der Kriegskosten von Kaiser Ferdinand II. Die Burg war im Besitz der Familie Buquoy bis zum Jahre 1945, dann wurde sie verstaatlicht und blieb staatlich bis zum heutigen Zeit.

Staatsburg Rožmberk nad VltavouStaatsburg Rožmberk nad Vltavou
www.hrad-rozmberk.eu

Die Burg wurde auf einem wichtigen Geschäftsweg aufgebaut, der aus Böhmen durch den Hohenfurther Pass in das reiche Donaugebiet führte. Mit dem früheren deutschen Namen Rosenberg wurde sie zum ersten Mal im Jahre 1250 erwähnt. Unter Václav I. Wok und seinen nächsten Nachkommen war die Burg das Zuhause des Herrschers und das Zentrum der Herrschaft. Die Burg wurde trotz ihre günstige Lage mehrmals erobert. Im Jahre 1551 wurden die Familienherrschaften dem sechzehnjährigen Vilém von Rosenberg überlassen. Zu dieser Zeit wurde mit einer intensiven Bautätigkeit angefangen. Diese Zeitperiode gehört zu den ruhmreichsten in der Rosenberger Geschichte. Nach seinem Tode im Jahre 1592 wurde die Herrschaft vom Petr Wok aufgenommen. Unter seiner Herrschaft wurden einige Burginterieurs unter dem Einfluss der italienischen Renaissance eingerichtet. Im Jahre 1601 überließ Petr Wok die Rosenberger Herrschaft Jan Zrinský, der hier bis zu seinem Tod im Jahre 1612 lebte. Der neue Besitzer ließ grüßzügige Einrichtungen der Innenräume im manieristischen Geiste durchführen. Aus der gotischen Burg ist ein bequemer Renaissancesitz geworden. Bewegte Ereignisse anfangs des 30-jährigen Krieges verursachten, dass die Burg Rožmberk im Jahre 1619 unter die Herrschaft des kaiserlichen Kommandanten Karel Bonaventura Buquoy geriet. Im Besitz der adeligen Familie Buquoy war die Burg bis zum Jahre 1945. Jiří Jan Jindřich Buquoy (1814 – 1883) war ein leidenschaftlicher Kunst- und Antiquitätensammler. Im Geiste eines romantischen Gefühles der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts verwirklichte er einen grandiosen Plan und baute Rožmberk zu einem Familienmuseum um. Umfangreiche Umbauten wurden im Stil der romantisch gestalteten Gotik durchgeführt und so wurde die Gestalt der Burg durchgreifend geändert. Die Burg, die so ihre endgültige Gestalt bekam, wurde der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

Staatsschloss TřeboňStaatsschloss Třeboň
www.zamek-trebon.eu

Sie besuchen einen der ausgebreitetsten Schlosskomplexe in Böhmen, das staatliche Schloss Třeboň ( Wittingau ). Bei der Besichtigung eines kleinen Teiles seiner Interieure werden Sie Gelegenheit haben, sich mit bedeutenden Ereignissen und Epochen bekanntzumachen, die das heutige Aussehen der Stadt und des Schlosses prägten.                                                                                                                   Das heutige Aussehen des Schlossareals bestimmten im Grunde Renaissance-Umbauten in der zweiten Hälfte des 16.Jahrhunderts, aber die bauliche Entwicklung des Schlosses begann um einige Jahrhunderte fruher. Erstes Bauwerk im Raume des heutigen Schlosses war ein Herrengehöft, das in der Mitte des 13. Jahrhunderts entstand und dann um 100 Jahre später in eine kleine Burg umgebaut wurde. Die Zeit des grossen Erbluhens von Trebon vom Ende des 15. Jahrhunderts an spiegelt sich auch im weiteren Umbau aus der Zeit nach dem Jahre 1475 wider. Die Feuersbrunst in der Stadt im Jahre 1562 uberfiel auch die Burg und zu dieser Zeit wurden weitlaufige Rekonstruktionen eingeleitet, bei welchen sich die Burg mit Festungscharakter in einen Renaissance Schlosssitz verwandelte. Die erste Etappe wurde vom italienichen Baumeister Antonio Ericera eingeleitet, die zweite etappe leitete im Jahre 1599 ein weiterer Italiener ein, Dominik Cometa aus Eckturm.
Im Jahre 1611, nach dem Tode des letzten Rosenbergers Petr Vok, erbten den Besitz Trebon die Svamberks, sie hatten ihn aber nur ganz kurz. Nach der Schlacht auf dem Weissen Berg im Jahre 1620 aller Besitz konfisziert.
Im Jahre 1660 bekamen den Besitz die Schwarzenberger. Trebon wurde so zum ersten Besitztum dieses deutschen Herrschergeschlechtes in Sudböhmen. Sie beherrschten wirtschaftlich und politisch fast ganz Sudböhmen bis zur Entstehung der Tschechoslowakischen Republik im Jahre 1918. Im Jahre 1945 wurde auf dem gesamten Besitz in Böhmen die Volksverwaltung errichtet.

Schwarzenbergische Gruft Domanín Schwarzenbergische Gruft Domanín www.zamek-trebon.eu

Die Errichtung der Schwarzenbergischen Familiengruft geht auf eine Anregung der Fürstin Eleonora von Schwarzenberg zurück. Mit dem Bau wurde nach Trockenlegung des Grundstücks im Jahre 1874 begonnen, der Entwurf des zweigeschossigen neogotischen Rundbaus stammt vom österreichischen Architekten Johann Schmidt. Beendet wurden die Arbeiten im Jahre 1877. Oberhalb der Gruft befindet sich eine Kapelle; sie ist dem Göttlichen Erlöser geweiht und hat einen selbständigen Eingang. Bis zum heutigen Tag sind 27 Mitglieder der Familie Schwarzenberg in die Gruft bestattet worden.

Kloster Zlatá KorunaKloster Zlatá Koruna
www.klaster-zlatakoruna.eu

Durch die Gründungsurkunde des Königs Přemysl Otakar II. wurde 1263 ein Kloster gegründet, das ursprünglich Sancta Corona Spinea – die Heilige Dornenkrone genannt wurde. 
Es bekam seinen Namen nach der Reliquie eines Dornes aus der Dornenkrone Christi, den Přemysl Otakar II. von Ludwig IX dem Heiligen erhalten und dem neu gegründeten Kloster geschenkt hatte. Es war das Konvent des Zisterzienserordens aus dem Mutterkloster zu Heiligenkreuz mit dem Abt Heinrich an der Stirn, das sich der Klosterbesitzungen annahm.
Das reichlich beschenkte Kloster wurde jedoch schon kurz nach dem Tod von Přemysl Otakar II. vernichtet und musste erneut gegründet werden. 1354 brannte das Kloster nieder, und deswegen wurde der Steinmetz Michael, der Bruder von Peter Parler, in die Abtei berufen. Eine andere Katastrophe suchte das Kloster 1420 heim, als es von den Hussiten zweimal erobert und völlig abgebrannt wurde. Das verlassene Kloster wurde von den Rosenbergern verwaltet, die sich die Mühe gaben, den neu erworbenen Besitz auch mittels von Fälschung von Urkunden zu erhalten.
Erst Ende des 16. Jahrhunderts, unter dem Abt Jiří Taxer, begann man die Klostergebäude wiederherstellen und das Kloster kam wieder zum Leben. 1665 wurde die Wiederherstellung der niedergebrannten und verwüsteten Kirche aufgenommen. Die Arbeit an der Kirche wurde erst unter dem Abt Mathäus Ungar Ende des 17. Jahrhunderts beendet, unter dessen Regierung das Kirchenareal im Barockstil umgestaltet wurde. Als der letzte Abt wurde Bohumír Bylanský 1755 gewählt, der das Kloster bis dessen Aufhebung im Jahre 1785 verwaltete. Unter der Regierung des Abtes Bylanský wurden das Kloster, die Abtei sowie das Große Konvent großartig mit mehreren Wandmalereien und Stuckaturen, es wurde die berühmte Schule von Zlatá Koruna gegründet, die auch von Mädchen besucht werden durfte, es wurden auch die Spinnerei, Trockenanlage und eine Sternwarte aufgebaut. 
Nach der Aufhebung des Klosters wurde das Klostergut von der Familie der Schwarzenberger gekauft, die im Konvent erst einen Bleichplatz, dann einen Kartonnagebetrieb, eine Fabrik für die Herstellung feiner Textilien und Kaschmir und Mitte des 19. Jahrhunderts sogar eine Gießerei errichteten. Die Industrienutzung der Klosteranlage dauerte bis zum Jahre 1909 an, wo, aus der Initiative der Öffentlichkeit, die Wiederherstellung aufgenommen wurde. 
Während des zweiten Weltkrieges wurde den Schwarzenbergern das Kloster weggenommen und vom Protektorat konfisziert, 1948 ging es in den Besitz des tschechoslowakischen Staates über.

Staatsburg Zvíkov Staatsburg Zvíkov www.hrad-zvikov.eu

Die auf einem Felsen über dem Zusammenfluss von Elbe und Otava hoch zum Himmel emporragende einstige Königsburg wird heutzutage vom Stausee Orlík umspült. Nachdem die Přemysliden ausgestorben waren, ging der Pfandbesitz an die Familie Rosenberg und später Švamberk über. Zvíkov liefert eine gediegene Kostprobe der frühgotischen Burgarchitektur in Böhmen. Die Besucher können den einstigen Königspalast mit der angedeuteten Einrichtung des Rittersaals, des Speisezubereitungsraumes wie auch des Trauungssaales frei besichtigen. Zugänglich ist auch die Kapelle der hl. Wenzel mit den Wandgemälden aus den 80er Jahren des 15. Jahrhunderts und dem Altar des Meisters von Klingenberg mit dem Thema Beweinen Christi.

 

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